Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher, zu mir selbst, war nicht immer einfach für mich. Doch ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu der gemacht, die ich heute bin!
Geboren wurde ich 1979. Mein Weg als Erzieherin führte mich nach 7 Jahren in einem psychotherapeutischen Kinderheim in Beuren, über die Schulsozialarbeit in Tübingen nach Kusterdingen in den Waldkindergarten.
2009 wurden unsere Tochter und 2011 unser Sohn geboren. Ich war mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter und habe diese kostbare Zeit sehr genossen.
2014 stieg ich wieder in den Beruf ein und wurde im Dezember 2015 massiv vom Leben ausgebremst: Ich hatte Brustkrebs!
2016 gehörte meinem Körper. OP´s, Chemo, schlafen, erholen, genesen, Kinder versorgen, viel spazieren laufen, Ruhe, Ruhe, Ruhe, versorgt werden, Hilfe annehmen, demütig und geduldig sein.
Um meine Ängste in den Griff zubekommen begann ich im Herbst 2016 intensiv mit Meditation im Rahmen einer Achtsamkeitsweiterbildung in MBSR und MSC nach Jon Kabbat-Zinn.
2017 stieg ich als Sprachförderkraft wieder in den Beruf ein.
Von 2021- 2024 war ich Gruppenleitung einer Naturgruppe von dort wechselte ich in einem Waldorfkindergarten, der eigene Pferde hat und über ein reitpädagogisches und tiergestütztes Angebot verfügt.
Seit 2022 biete ich freiberuflich Angebote zu GFK und seit 2023 auch zur Natur-und Wildnispädagogik an.
Im Mai 2026 habe ich meine Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und Coachin abgeschlossen
Wie ich zur Gewaltfreien Kommunikation kam
Im Sommer 2017 begegnete ich der Gewaltfreien Kommunikation zum ersten Mal. Stimmt nicht ganz: Ich hatte vor 20 Jahren schon " den Rosenberg Klassiker" geschenkt bekommen. Damals konnte ich den Inhalt, den ich durchaus faszinierend fand, nicht in die Tat umsetzen. Nun wollte ich es wagen und GFK in einem Einführungsseminar kennenlernen. Nach den ersten zwei Tagen hatte ich Feuer gefangen und es war klar: So wird es für mich weitergehen. Zwei Jahrestrainings folgten. Vier Intensiv-Wochenenden im Odenwald auf der schönen Tromm begleiteten mich zwischen 2018 und 2022. Mentoringtage in Mannheim und Wiesbaden rundeten meinen GFK Prozess ab. Parallel machte ich bei Annett Zupke die GFK Mediation-Weiterbildung. Durch Annett lernte ich die Dyaden Arbeit nach Robert Gonzales, einem Freund Rosenbergs, kennen. Auf der Suche nach Gonzales Art, GFK zu leben und zu fühlen, begegnete ich Jürgen Engel, der ein 5-tägiges "Living Compassion" nach Gonzales leitete. Heute ist mir Jürgen das wichtigste Vorbild meines GFK Lebens. Jürgen ist für mich durch und durch gelebte GFK, mit Haut und Haar, so sehr authentisch, echt und voller Humor. Er zeigt sich auch mit seinen Schwächen und begegnet jedem voller Wertschätzung und Achtsamkeit . Unbedingt erwähnenswert auf meiner Reise, ist meine gute Freundin und Trainerkollegin Karen Nimrich, die mich beim Wachsen, Fallen, Fühlen und Lernen begleitet wie keine andere.
Und woher kommt eigentlich die Wildnis in meinem Leben?
Seit ich denken kann gehört Natur in mein Leben. Schon im Kindergartenalter führten mich meine Eltern in die Welt der Gartenvögel ein. Mein Onkel zeigte mir den Wald vor der Haustür. Ich war glücklich über jede Unke und Blindschleiche, die ich mit ihm sah. Mit 13 Jahren wollte ich unbedingt Försterin werden, ebenso Jägerin, und verschlang das komplette Buch der Jägerprüfung. Im Erwachsenenalter entwickelte ich Spaß am Räuchern und beschäftigte mich mit der Kultur der First Nations in Canada. Ich hatte mit meinen Eltern mehrere Male Canada bereist und die ungezähmte Wildnis von dort in meiner Seele mit nach Hause genommen. Bären, Elche, Wölfe, Kojoten und Weißkopfseeadler bekamen früh einen Platz in meinem Herzen und berührten mich auf einer tiefen Ebene.
Während meines Krankheitsjahres wurde mir das Sternenzelt zum unerschütterlichen Begleiter auf meinen nächtlichen Spaziergängen. In seiner immerwährenden Beständigkeit fand mein ängstliches Herz oft Ruhe.
2023 machte ich bei "Wildniswandern" meine natur-und wildnispädagogische Ausbildung.
Was dann losging war, neben einigen GFK Prozessen und meiner Krebserfahrung, die größte, spannendste, schmerzhafteste, lehrreichste und wunderschönste Erfahrung überhaupt.
Solche Art von Erfahrungen verbinden uns (wie die GFK) unmittelbar mit unserem Innersten, unseren Sehnsüchten und unserem Schmerz. In jedem von uns lebt diese Wildnis, eine Wildheit, die wir in der Natur antreffen können: Eine Wildnis, die kulturell an den meisten Stellen unterdrückt wird, im Innen wie im Außen; Zurück zu den Ursprüngen, in sich hineinlauschen, der eigenen inneren Führung vertrauen.
Unendlich viel Dankbarkeit geht an dieser Stelle an Ines Collmer, meine faszinierende, vor Energie sprühende, achtsame und herzenswarme Mentorin.
Wenn du nicht weißt, ob du auf deinen Kopf oder auf deinen Bauch hören sollst
- höre auf dein Herz,
das liegt dazwischen und hat meistens recht!
-Unbekannt-